WASTE ART

halle50 der Domagkateliers
Städtisches Atelierhaus am Domagkpark
Margarete Schütte-Lihotzky-Str. 30

Dauer: 17. Juli.- 25. Juli 2021

Eröffnung: Freitag, 16. 7. 2021 19.00 Uhr
Begrüßung: Wolfgang L. Diller und Ina Loitzl
Performance "Akkord, Akkord" von Mediendienst Leistungshölle (Klaus Erika Dietl und Stephanie Müller)


Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 15.00 bis 20.00 Uhr

Künstlersonntag am 18. 7. 2021 16.00 Uhr

Kuratiert von Annegret Bleisteiner, Wolfgang L. Diller und Ina Loitzl

Mitwirkende Künstler*innen: Annegret Bleisteiner, Wolfgang L. Diller, Rosa Maria Krinner, Gudrun Lenk - Wane, Ina Loitzl,
Mediendienst Leistungshölle (Klaus Erika Dietl und Stephanie Müller), Torsten Mühlbach, Johannes Rass, Nikki Schuster, Bernhard Springer,
Erwin Stefanie-Posarnig, Peter Putz, Dario Tironi, Toni Wirthmüller, Irene Wölfl


Ina Loitzl über die Ausstellung:

"Seit jeher wurde in der Kunst mit Trash, Abfall, Second-Hand-Materialien gearbeitet, sei es aus finanziellen und praktischen Gründen, oder aus Anlass, sich von der „hohen Kunst“ abzuwenden, zu distanzieren, um etwas Neues zu schaffen. In den letzten Jahrzehnten entwickelten sich zahlreiche Bewegungen wie Recycling, Upcycling oder Zero Waste mit dem Ziel, Dinge haltbarer zu machen, und um dem überbordenden Konsum und dem Wegwerfhabitus unserer Zeit entgegenzuwirken. Auf 200 m² zeigen jetzt namhafte Künstler*innen Werke zum Thema. Viele sind nicht aktuell entstanden und schon Teil der Geschichte über Müll. Die Ausstellung WASTE ART stellt die Schönheit der Arbeiten in den Fokus und betont die Bereitschaft zur materiellen Wiederbearbeitung, die Ästhetik des Wertlosen, des Alltäglichen. Formen entstehen, die an Paraphrasen erinnern, aber auch vollkommen neue ästhetische Erscheinungsbilder erzeugen. Es ist eine schonungslose Dokumentation dieser Prozesse. Kunst war immer schon seismographisch.
Es stimmt positiv, wenn man Arbeiten als schön empfindet, die aus Müll entstanden sind. Bilder, die, mit leuchtenden, glänzenden Kunststoffstreifen bespannt, neue Städte und Landschaften ergeben. Menschliche Figuren türmen sich aus unserem Alltagsmüll monochrom auf, so als ob es nie ein anderes Material dafür gegeben hätte. Stencilarbeiten finden auf Kartonagen Platz, die unsereins gleich direkt in die Papiertonne – im besten Fall gefaltet – entsorgt hätte. Oder Objekte enthalten eine schrill-bunte Farbigkeit, amorph, wie ein eigener Mikrokosmos. Den bitteren Nachgeschmack sollte man bei diesen ästhetischen Arbeiten trotzdem schmecken. Es ist das, was wir den nächsten Generationen hinterlassen. Weniger wäre besser.

Wertloses wird transformiert, neu geordnet, gesammelt und unser Müllberg schonungslos dokumentiert. Eine Ausstellung für jedes Alter, die nicht kalt lässt."

Die ersten WASTE ART Ausstellungen fanden in Wien (3x) und Linz statt.

Der gabarage upycling store ist nun auch in München mit dabei.

Die Eröffnung in München: 1. Fotos

 

Alle jemals beteiligten Künstler*Innen:

Annegret Bleisteiner, Werner Boote, Wolfgang L. Diller, Christian Eisenberger, Hans Glaser, Lois Hechenblaikner, Henrike Lendowski,
Rosa Maria Krinner, Gudrun Lenk-Wane, Ina Loitzl, Sharon Liu, Mediendienst Leistungshölle (Klaus Erika Dietl und Stephanie Müller), Torsten Mühlbach, Kayla Parker, Erwin Stefanie-Posarnig, Peter Putz, Johannes Rass, Arne Rautenberg, Tom Sachs, Nikki Schuster, Bernhard Springer, Dario Tironi, Toni Wirthmüller, Irene Wölfl

 

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